Lüftungskonzept nach DIN 1946-6
Erfahren Sie, was ein Lüftungskonzept ist – und warum das Konzept von Luftbude am besten zu Ihren Anforderungen passt.
Lesedauer: ~4-5 Min Stand: 30.04.2026
Themenüberblick
Ihre Auswahl bei Luftbude Planungsvorschlag oder Lüftungskonzept nach DIN 1946-6?
| Leistungen | Basis Planung | Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 |
|---|---|---|
Luftwechselberechnung für Feuchteschutz |
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Positionsvorschläge für Kernlochbohrung |
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Herstellerunabhängige Produktempfehlung |
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Angebot mit Tiefpreisgarantie |
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für Dezentrale & Zentrale Lüftungsanlagen |
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Persönliche Betreuung per Telefon / Email |
Auswahl fester Terminslots |
Individuell |
Individuelle Lüftungsplanung |
Basis-Planung |
Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 |
Individuelle Fachberatung durch Lüftungsfachplaner |
Senior TÜV-Fachplaner |
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Berechnung von Lüftungsstufen |
1 |
Alle 4 nach DIN 1946-6 |
Normsicherheit |
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Förderung, Nachweise & Prüfberichte für BAFA / KfW oder GEG |
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Umfassende Dokumentation |
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Video Call Betreuung (optional) |
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Express- Support (kurzfristig) |
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Nachweise, Prüfberichte & Datenblätter |
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Bewertung Ihrer Energieeffizienz-Einsparung |
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| kostenlos | ab 49.99€ | |
| Zur Basis Planung | Zum Lüftungskonzept |
Was ist ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6?
Energieeffizientes Bauen und immer dichtere Fassaden machen durchdachte Lüftungskonzepte unverzichtbar, um Schimmel zu vermeiden. Wer baut oder saniert, steht daher schnell vor der Aufgabe, ein Lüftungskonzept zu erstellen. Mit ein paar klaren Hinweisen und Praxisbeispielen ist das jedoch gut verständlich. Wir zeigen, worauf es ankommt.
Praxisbeispiel - Altbau vs. energieeffizientes Gebäude
Altbauten wirken oft undichter, dennoch zeigen Untersuchungen zum natürlichen Luftwechsel: In 85 % der untersuchten Wohnungen lag der natürliche Luftwechsel unter 0,4 h⁻¹, in 90 % sogar unter 0,5 h⁻¹. Damit wird der empfohlene Mindestluftwechsel häufig nicht erreicht.
Fensterlüftung ist nutzerabhängig: Wird zu selten, zu kurz oder zur falschen Zeit gelüftet, bleiben Feuchtigkeit, Gerüche und Schadstoffe im Raum.
Fazit: Auch im Altbau ersetzt Fensterlüftung keine kontrollierte Lüftung, weil der natürliche Luftaustausch messbar häufig zu gering ist.
Energieeffiziente Gebäude sind durch Dämmung, moderne Fenster und luftdichte Gebäudehüllen noch stärker abgedichtet. Dadurch findet kaum unkontrollierter Luftaustausch statt; Fensterlüftung muss sehr konsequent erfolgen, um Feuchtigkeit und CO₂ abzuführen.
Gerade in dichten Gebäuden reicht gelegentliches Fensteröffnen nicht aus, weil der notwendige Luftwechsel nicht dauerhaft und automatisch sichergestellt wird.
Fazit: Im energieeffizienten Gebäude reicht Fensterlüftung erst recht nicht aus; eine kontrollierte Lüftung ist notwendig, um dauerhaft Feuchtigkeit, Schimmelrisiko und schlechte Raumluft zu vermeiden.
Warum ist ein Lüftungskonzept notwendig?
Moderne Gebäude sind luftdichter. Das spart Energie, erhöht aber das Risiko für Feuchteprobleme und schlechte Innenraumluft, wenn die Lüftung nicht geplant wird.
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Lüftungskonzept nach DIN
Darum ist das Luftbude Lüftungskonzept umfangreicher und besser als andere Lüftungsplanungen
Lüftungskonzept DIN 1946-6 + Lüftungsplanung
- Individueller Planungsvorschlag als PDF – Verortung der Lüftungsgeräte im Gebäudeplan je Etage und abgestimmte Einplanung im Grundriss.
- Herstellerneutrale Produktempfehlung – Projektbezogene System- und Gerätevorschläge inklusive Darstellung von Zu- und Abluftführung.
- Normgerechtes Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 – Förderfähig und als offizieller Nachweis nutzbar, z. B. BAFA / KfW.
- Berechnung aller Lüftungsstufen – Feuchteschutz, reduzierte Lüftung, Nennlüftung und Intensivlüftung, inkl. Mindestgeräteanzahl.
- Konkrete Einbauempfehlungen – Hinweise zu Kernbohrungsgrößen, Mindestabständen innen und außen u. v. m.
- Transparente Auswertung Ihrer Gebäudedaten – Nachvollziehbare Berechnungsgrundlage auf Basis Ihrer Pläne und Angaben.
- Fachliche Prüfung durch Lüftungsexperten – Keine Standardlösung, sondern individuell bewertet und technisch abgesichert.
- Zusatzerklärungen & Planungshinweise
- FAQ – Antworten zu den häufigsten Planungsrückfragen.
Die 4 Lüftungsstufen nach DIN 1946-6 einfach erklärt
Die Norm DIN 1946-6 unterscheidet vier Betriebszustände. Das hilft, die notwendige Lüftung realistisch für Alltag und Sonderfälle auszulegen.
Die Lüftung zum Feuchteschutz ist die niedrigste und zugleich wichtigste Grundstufe im Lüftungskonzept nach DIN 1946-6. Sie soll verhindern, dass sich Feuchtigkeit dauerhaft in der Wohnung sammelt und dadurch Schimmel, Bauschäden oder unangenehme Gerüche entstehen.
Diese Lüftungsstufe muss dauerhaft und nutzerunabhängig funktionieren. Das bedeutet: Der notwendige Mindestluftwechsel darf nicht davon abhängen, ob Bewohner regelmäßig die Fenster öffnen. Gerade in Neubauten oder energetisch sanierten Gebäuden ist die Gebäudehülle oft so dicht, dass Feuchtigkeit nicht mehr von selbst ausreichend entweichen kann. Dann kann eine lüftungstechnische Maßnahme erforderlich sein.
Für Kunden bedeutet das: Die Lüftung zum Feuchteschutz schützt die Immobilie im Hintergrund. Sie sorgt nicht in erster Linie für maximalen Wohnkomfort, sondern für die bauliche Sicherheit. Besonders wichtig ist sie in Räumen mit hoher Feuchtebelastung wie Bad, Küche, Hauswirtschaftsraum oder Schlafzimmer.
Wichtiger Praxishinweis: Stufe 1 sichert nur den Feuchteschutz der Bausubstanz bei zeitweiliger Abwesenheit oder sehr geringer Nutzung. Sie ist nicht für den normalen bewohnten Alltag ausgelegt. In bewohnten Gebäuden ist es daher nicht ratsam, sich allein auf diese Stufe zu verlassen.
Kurz gesagt: Die Lüftung zum Feuchteschutz ist die Basislüftung gegen Feuchtigkeit und Schimmel. Sie muss immer funktionieren – auch bei Abwesenheit der Bewohner.
Die reduzierte Lüftung ist die nächste Stufe über dem Feuchteschutz. Sie wird benötigt, wenn die Wohnung nur teilweise genutzt wird oder die Bewohner zeitweise abwesend sind, zum Beispiel tagsüber während der Arbeit, am Wochenende oder im Urlaub.
Diese Lüftungsstufe sorgt dafür, dass neben Feuchtigkeit auch ein Mindestmaß an Hygiene und Raumluftqualität erhalten bleibt. Sie berücksichtigt geringere Feuchte- und Schadstofflasten, weil sich weniger Personen in der Wohnung aufhalten oder weniger Aktivitäten wie Kochen, Duschen oder Wäsche trocknen stattfinden.
Für Kunden ist die reduzierte Lüftung besonders interessant, weil sie einen guten Kompromiss zwischen Luftqualität und Energieeffizienz bietet. Es wird mehr gelüftet als beim reinen Feuchteschutz, aber weniger als bei normaler Nutzung. So bleibt die Raumluft stabil, ohne unnötig viel Heizenergie zu verlieren.
Wichtiger Praxishinweis: Auch Stufe 2 ist nicht als alleinige Lüftung für dauerhaft bewohnte Wohnungen gedacht. Sie deckt reduzierte Nutzung ab, aber nicht die normale Feuchte-, CO₂- und Schadstoffbelastung im Alltag. In der Praxis sollte bei bewohnten Gebäuden deshalb mindestens die Nennlüftung berücksichtigt werden.
Kurz gesagt: Die reduzierte Lüftung ist ideal bei geringer Nutzung oder Abwesenheit. Sie hält die Wohnung hygienisch belüftet und hilft gleichzeitig, Energie zu sparen.
Die Nennlüftung beschreibt den Luftwechsel bei normaler Nutzung der Wohnung. Sie ist die zentrale Planungsgröße im Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 und wird auf den üblichen Wohnalltag ausgelegt.
Diese Stufe berücksichtigt typische Feuchte-, Geruchs- und Schadstoffbelastungen, die entstehen, wenn Menschen wohnen, schlafen, kochen, duschen, arbeiten oder Besuch empfangen. Ziel ist ein dauerhaft angenehmes und gesundes Raumklima mit ausreichend Frischluft.
Für Kunden ist die Nennlüftung die wichtigste Komfortstufe. Sie sorgt dafür, dass verbrauchte Luft zuverlässig abgeführt und frische Luft nachgeführt wird. Dadurch sinkt das Risiko von stickiger Luft, hoher Luftfeuchtigkeit, Kondensatbildung und Schimmel. Bei ventilatorgestützten Lüftungssystemen ist die Auslegung häufig auf die Nennlüftung bezogen.
Wichtig: Die Lüftungsstufe 3 entspricht der empfohlenen Auslegung nach DIN für bewohnte Gebäude. Sie stellt sicher, dass der notwendige Luftwechsel im normalen Wohnbetrieb erreicht wird und Feuchtigkeit zuverlässig abgeführt werden kann.
Viele Lüftungsplanungen anderer Händler werden hier leider häufig zu niedrig ausgelegt. Das kann dazu führen, dass trotz eingebauter Lüftungsanlage kein ausreichender Feuchteschutz gewährleistet ist. Daher sollte die Auslegung unbedingt auf Basis der korrekten DIN-Lüftungsstufe geprüft werden.
Kurz gesagt: Die Nennlüftung ist die Lüftungsstufe für den normalen Alltag. Sie sorgt für gute Raumluft, Wohnkomfort und ein gesundes Innenraumklima.
Die Intensivlüftung ist die höchste Lüftungsstufe im Lüftungskonzept nach DIN 1946-6. Sie wird benötigt, wenn kurzfristig besonders viel Feuchtigkeit, Geruch oder Schadstoffe entstehen.
Typische Beispiele sind Duschen, Baden, Kochen, viele Personen im Raum, Feiern, Wäschetrocknung oder eine schnelle Durchlüftung nach hoher Belastung. In diesen Situationen reicht die normale Nennlüftung oft nicht aus, um die Raumluft schnell wieder zu verbessern.
Für Kunden bedeutet die Intensivlüftung: Sie ist die Leistungsreserve des Lüftungssystems. Sie sorgt dafür, dass belastete Luft kurzfristig und wirksam abgeführt wird. Je nach System kann diese Stufe automatisch, manuell oder bedarfsgesteuert aktiviert werden, zum Beispiel über Feuchtesensoren, CO₂-Sensoren oder eine Boost-Funktion.
Wichtig: Auch die Lüftungsstufe 4 gehört zu den nach DIN relevanten und empfohlenen Lüftungsstufen für bewohnte Gebäude. Sie wird insbesondere benötigt, wenn kurzfristig ein erhöhter Luftwechsel erforderlich ist, zum Beispiel bei hoher Feuchtebelastung, Kochen, Duschen oder vielen Personen im Raum.
Gerade bei der Planung von Lüftungsanlagen wird diese Stufe bei vielen Händlern häufig falsch oder zu schwach angesetzt. Die Folge: Die Anlage ist zwar vorhanden, kann aber in der Praxis den notwendigen Feuchteschutz nicht zuverlässig sicherstellen.
Damit es nach dem Kauf nicht zu Problemen mit Feuchtigkeit, Kondensat oder Schimmelrisiko kommt, empfehlen wir eine fachgerechte Prüfung der Auslegung.
Kurz gesagt: Die Intensivlüftung ist die Extra-Stufe für starke Belastungen. Sie hilft, Feuchtigkeit, Gerüche und verbrauchte Luft schnell aus der Wohnung zu entfernen.
Praxisbeispiel - Einfamilienhaus
Anhand eines Beispiels können Sie sich die Lüftungsplanung noch einmal genauer anschauen. Unser Beispielhaus ist ein Einfamilienhaus mit 120 m2.
Ziel des Lüftungskonzepts nach DIN ist die genaue Lüftungsberechnung für das Berechnungsbeispiel, hierfür werden verschiedene lüftungsrelevante Daten und die räumlichen Gegebenheiten des 120m2-Einfamilienhaus gegenübergestellt und der notwendige Luftaustausch ermittelt. Jetzt können im Lüftungskonzept Art und Anzahl der benötigten Geräte empfohlen werden. Für das Beispielhaus werden folgende Lüftungsgeräte zur Wohnungslüftung mit Feuchteschutz vorgeschlagen:
Ideal sind dezentrale Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, da diese der verbrauchten Raumluft Wärme entziehen, bevor diese nach außen abtransportiert wird und die einströmende Frischluft mit dieser Wärme anreichern. So sparen Sie Heizenergie und verhindern außerdem, dass zu kalte Frischluft an den Gebäudewänden kondensiert.
| Gesamtluftvolumenstrom [m³/h] | Gesamtluftvolumenstrom pro Person [m³/h] | Gesamtluftwechsel [1/h] | Wärmebereitstellungsgrad |
|---|---|---|---|
| 217,60 | 54,40 | 0,68 | 0,85 |
| Heizarbeit / Jahr [kWh/a] | Hilfsenergie / Jahr [kWh/a] | 185 Tage Heizperiode [kWh] | Jahresverbrauch Energie [kWh] |
|---|---|---|---|
| 2225,60 | 134,50 | 134,50 | 265,40 |
| Gebäudetyp | Gesamtfläche [m²] | Belüftete Fläche [m²] | Mittlere Höhe [m] |
|---|---|---|---|
| Neubau EFH mehrstöckig, WDVS | 118,82 | 118,82 | 2,50 |
| Anzahl Personen | n50-Wert | Exponent | Windstärke |
|---|---|---|---|
| 4 | 1,00 | 0,67 | Windschwach |
| Wärmeschutz | Infiltration [m³/h] | Für Feuchteschutz benötigt [m³/h] | Bedarf für lüftungstechnische Maßnahme |
|---|---|---|---|
| Hoher Wärmeschutz | 31,97 | 42,75 | Ja |
| Infiltrationsluftvolumenstrom [m³/h] | Anlagenluftvolumenstrom [m³/h] | Gesamtluftvolumenstrom [m³/h] | Gesamtluftvolumenstrom pro Person [m³/h] |
|---|---|---|---|
| 15,60 | 202,00 | 217,60 | 54,40 |
| Maximaler Luftvolumenstrom [m³/h] | Anlagenluftwechsel [1/h] | Wärmebereitstellungsgrad |
|---|---|---|
| 234,40 | 0,68 | 0,85 |
| Heizarbeit (qL,g,WE,WRG) [kWh/m²a] | Heizarbeit (qL,g,WE,WRG-qh,n) [kWh/m²a] (korrigiert gemäßTabelle C.2-4) | Hilfsenergie pel,Vent [W/m³/h] |
|---|---|---|
| 30,9 | 14,4 | 0,15 |
| qL,g,HE,WRG [kWh/m²a] | Heizarbeit / Jahr [kWh/a] | Hilfsenergie / Jahr [kWh/a] |
|---|---|---|
| 1,13 | 2.225,60 | 134,50 |
So errechnen Sie den Luftaustausch-Bedarf im Lüftungskonzept
Zur Berechnung des Luftaustausch-Bedarfs merken Sie sich folgende Faustregel: Der Luftaustausch von 30 Kubikmetern pro Person und Stunde muss sichergestellt sein. Um den notwendigen Außenluftvolumenstrom zu bestimmen, wird das Pettenkofer-Verfahren genutzt. Wichtigster Faktor der Berechnung: Wie viel Kohlendioxid (CO2) atmet der Mensch aus? Durchschnittlich sind es 20 Liter CO2 pro Stunde (VCO2 = 0,02 m3/h).
| Variable | Bedeutung |
|---|---|
| V CO2 | CO2-Menge |
| V AU | Erforderlicher Außenluftvolumenstrom |
| k CO2 zul | Zulässige CO2-Konzentration im Raum |
| k CO2 AU | CO2-Konzentration in der Außenluft |
Wert für die zulässige CO2-Konzentration im Raum:
k CO2 zul = 1000 cm3 CO2 / m3 Luft
Wie errechnet sich nun der Außenluftvolumenstrom eines 4-Personen-Haushalts?
Nach diesen Vorgaben ist für einen 4-Personen-Haushalt ein Außenluftvolumenstrom von insgesamt rund 123 Kubikmeter pro Stunde notwendig:
Rechenbeispiel:
4-Raumwohnung mit 2 Kinderzimmern, Annahme 4 Menschen:
benötigter Außenluftvolumenstrom = 120m³/h (n=0,4) - n=1 wäre 1x die Stunde kompletter Luftaustausch
Achtung: Ist der berechnete Personenwert geringer als der Wert aus der Richtwerttabelle, wird der Tabellenwert als Mindestwert angesetzt. .
Reicht die natürliche Lüftung Ihres Gebäudes nicht aus, so benötigen Sie eine zusätzliche Lüftung für die 1. DIN Stufe und ebenso für alle drei anderen DIN Stufen. Nun folgt die Lüftungsberechnung, in der das Lüftungskonzept ausgelegt wird und Anforderungen formuliert werden. Diese Anforderung aus der Lüftungsplanung können Sie mit dezentralen Lüftern erfüllen.
Eine umfassende Lüftungsplanung beinhaltet:
Wählen Sie zwischen den Varianten a) Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 oder b) Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 + Planungsvorschlag" (empfohlen). Das Lüftungskonzept reicht als Nachweis des Mindestluftwechsels bei Behörden, Fachplanern, Energieberatern oder Förderungen. Die zusätzliche Lüftungsplanung enthält für einen minimalen Aufpreis ergänzende Planungsinformationen sowie wertvolle Markteinblicke aus über 30 Jahren Praxiserfahrung. Diese Kombination enthält alle benötigten Informationen und bildet das umfassendste und beste Lüftungskonzept am Markt ab.
Hinweis: Beim Kauf von Luftbude Geräten wird der komplette Preis angerechnet.Normgerechte & rechtssichere Planung nach DIN 1946-6 – Individuelle, Berechnung statt Pauschallösung – Verständliche Dokumentation mit direktem Praxisnutzen
Fehler im Lüftungskonzept vermeiden
Checkliste: 7 typische Fehler bei der Auslegung des Lüftungskonzepts
Vermeiden Sie es, Lüftungsgeräte auf stark lärmbelasteten Gebäudeseiten zu installieren. Das betrifft insbesondere Fassaden zur Straßenseite, zu Bahnlinien, Innenhöfen mit hoher Geräuschbelastung oder anderen dauerhaften Lärmquellen. Auch wenn moderne Lüfter über Schalldämmelemente verfügen können, sollte die Positionierung immer so gewählt werden, dass unnötige Schalleinträge von außen vermieden werden. Eine ungünstige Platzierung kann den Wohnkomfort deutlich beeinträchtigen.
Darauf sollten Sie achten: Planen Sie Lüfter bevorzugt auf ruhigeren Gebäudeseiten ein und prüfen Sie bei lärmbelasteten Fassaden geeignete Schallschutzmaßnahmen.
Ein häufiger Planungsfehler besteht darin, zu wenige Lüfter einzusetzen. Entscheidend ist nicht nur, dass rechnerisch ein bestimmter Luftwechsel erreicht wird, sondern auch, dass die Räume tatsächlich sinnvoll durchströmt werden. Als grobes Richtmaß gilt: etwa ein Lüfter pro 20 m² Wohnfläche. Zusätzlich sollte jedes bewohnte Zimmer mindestens einen Lüfter erhalten. Nur so kann sichergestellt werden, dass die Luftverteilung im Alltag funktioniert und nicht einzelne Räume unterversorgt bleiben.
Darauf sollten Sie achten: Prüfen Sie, ob alle bewohnten Räume aktiv in das Lüftungskonzept eingebunden sind und ob die Anzahl der Lüfter zur Wohnfläche und Raumaufteilung passt.
Eine rein rechnerische Auslegung reicht nicht immer aus. Es kann vorkommen, dass nach DIN 1946-6 theoretisch bereits wenige leistungsstarke Lüfter genügen, um den erforderlichen Mindestluftwechsel zu erreichen. In der Praxis bedeutet das jedoch nicht automatisch, dass alle Räume gleichmäßig und sinnvoll belüftet werden. Ein Beispiel: In einer 5-Raumwohnung könnten rechnerisch zwei leistungsstarke Lüfter ausreichen. Dennoch würden möglicherweise drei Räume kaum oder gar nicht belüftet. Das Lüftungskonzept wäre formal berechnet, aber praktisch nicht sinnvoll umgesetzt.
Darauf sollten Sie achten: Lassen Sie die Planung von einem Lüftungsexperten auf Sinnhaftigkeit, Raumdurchströmung und Alltagstauglichkeit prüfen. Entscheidend ist, dass nicht nur die Normwerte erfüllt werden, sondern die Lüftung auch im realen Wohnbetrieb funktioniert.
Auch die Windseite eines Gebäudes spielt bei der Lüftungsplanung eine wichtige Rolle. Werden Lüfter an stark windexponierten Fassaden eingeplant, kann dies zu Druckschwankungen, unruhigem Betrieb und erhöhter Geräuschentwicklung führen. Besonders bei dezentralen Lüftungsgeräten kann Winddruck die Funktion beeinflussen und den Komfort mindern. Deshalb sollte die Gebäudeausrichtung bei der Planung berücksichtigt werden.
Darauf sollten Sie achten: Vermeiden Sie nach Möglichkeit stark windexponierte Einbaupositionen und prüfen Sie, ob alternative Fassadenseiten oder geeignete technische Maßnahmen sinnvoll sind.
Bei Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung ist die korrekte Berechnung der Luftvolumenströme besonders wichtig. Im WRG-Betrieb arbeitet ein dezentrales Lüftungsgerät häufig im Wechselbetrieb: Eine Zeit lang strömt Luft ein, anschließend strömt Luft aus. Für die realistische Berechnung muss der angegebene Luftvolumenstrom je Gerät deshalb halbiert werden. Der Grund: Das Gerät fördert nicht gleichzeitig dauerhaft Zuluft und Abluft, sondern arbeitet zeitversetzt. Herstellerangaben beziehen sich jedoch häufig auf nicht halbierte Werte. Werden diese ungeprüft übernommen, entsteht ein unrealistisches Bild der tatsächlichen Lüftungsleistung.
Darauf sollten Sie achten: Abluftvolumenstrom und WRG-Luftvolumenstrom sollten getrennt angegeben werden. Der Abluftvolumenstrom entspricht dabei dem doppelten Wert, während der realistische WRG-Luftvolumenstrom als halbierter Wert berücksichtigt werden muss.
Ablüfter, zum Beispiel Badlüfter oder WC-Lüfter, sind Teil des Lüftungssystems und müssen daher in das Lüftungskonzept einbezogen werden. Häufig werden sie zwar separat betrachtet, beeinflussen aber die Gesamtberechnung erheblich. Wichtig ist: Abluftgeräte können keine Wärmerückgewinnung leisten. Dadurch senken sie den durchschnittlichen Wärmebereitstellungsgrad der gesamten dezentralen Lüftung innerhalb der Wohneinheit. Werden sie nicht korrekt berücksichtigt, kann die energetische Bewertung der Anlage verfälscht werden.
Darauf sollten Sie achten: Stellen Sie sicher, dass alle Abluftgeräte, etwa Badlüfter, in die Berechnung des Wärmebereitstellungsgrades einfließen. Die Gesamtberechnung muss sämtliche geplanten Lüftungsgeräte der Wohneinheit umfassen.
Ein weiterer häufiger Fehler betrifft die gewählte Lüftungsstufe. Oft wird lediglich die Stufe „Feuchteschutz“ angegeben. Diese stellt jedoch nur den Mindestschutz des Gebäudes sicher, beispielsweise bei Abwesenheit der Bewohner. Für bewohnte Räume reicht diese Stufe in der Regel nicht aus. Durch Kochen, Duschen, Atmen, Pflanzen oder Wäschetrocknung entsteht zusätzliche Feuchtigkeit, die zuverlässig abgeführt werden muss. Deshalb sollten bewohnte Räume eher auf Nennlüftung ausgelegt werden. Andernfalls besteht langfristig das Risiko von Feuchteschäden und Schimmelbildung.
Darauf sollten Sie achten: Prüfen Sie, auf welche Lüftungsstufe die Geräte ausgelegt wurden. Für dauerhaft genutzte Wohnräume sollte die Auslegung nicht nur auf Feuchteschutz, sondern auf eine nutzergerechte Lüftung — insbesondere Nennlüftung — abgestimmt sein.
Achtung:
Der erforderliche Luftaustausch erfolgt über eine bestimmte Anzahl an Lüftern, die auf einer entsprechenden Lüftungsstufe den Luftaustausch bewerkstelligen. Aus Kostengründen werden jedoch oftmals weniger Lüfter eingeplant, da weniger Geräte auch weniger Kosten verursachen. Die genutzten Geräte müssen dann aber mit voller Lüftungsstufe laufen, um den Mindestluftwechsel planerisch sicherzustellen. Die 100%-Reglereinstellung dient jedoch nicht dem Dauerbetrieb, sondern ist ausschließlich für Ausnahmefälle mit Lastspitzen vorgesehen. Da dies in der Praxis den Bewohnern oft zu laut werden kann, drehen diese die Reglerstufe wieder runter. So kann der benötige Luftaustausch nicht mehr gewährleistet werden, mit möglichen Folgen für Gesundheit und Bausubstanz. Mehr zu typischen Planungs- und Einbaufehlern finden Sie in unserem Ratgeber zum Thema: Schall bei Lüftungsgeräten reduzieren.
Hinweis: Achten Sie daher darauf, dass alle Lüftungsgeräte in Ihrer Lüftungsplanung mit maximal 50% oder geringer ausgelegt werden (Richtig Lüften).
FAQ
Alles, was Sie über das Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 wissen müssen – kompakt und verständlich erklärt.
Ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 ist ein rechnerischer Nachweis, der prüft, ob ein Gebäude ausreichend mit Frischluft versorgt wird. Dabei wird bewertet, ob die natürliche Lüftung über Fenster, Fugen und Undichtigkeiten ausreicht oder ob zusätzliche lüftungstechnische Maßnahmen notwendig sind.
Das Ziel ist, Feuchtigkeit zuverlässig abzuführen, Schimmelbildung zu vermeiden und eine gesunde Raumluft sicherzustellen.
Ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 ist vor allem bei Neubauten und bei bestimmten Sanierungen erforderlich. Das betrifft insbesondere Maßnahmen, bei denen die Gebäudehülle dichter wird.
Typische Fälle sind:
- Neubau eines Wohngebäudes
- Austausch eines größeren Teils der Fenster
- Sanierung von Dachflächen
- energetische Fassadensanierung
- umfangreiche Modernisierung von Wohnungen oder Häusern
Durch neue Fenster, Dämmung oder eine luftdichte Bauweise kann der natürliche Luftwechsel stark sinken. Deshalb muss geprüft werden, ob der Feuchteschutz weiterhin gewährleistet ist.
Ein Lüftungskonzept ist wichtig, weil moderne Gebäude immer luftdichter gebaut oder saniert werden. Das spart Energie, kann aber gleichzeitig dazu führen, dass Feuchtigkeit nicht mehr ausreichend nach außen gelangt.
Ohne ausreichende Lüftung steigt das Risiko für:
- Schimmelbildung
- Feuchteschäden
- schlechte Raumluft
- Geruchsbildung
- Bauschäden
- Konflikte zwischen Eigentümern, Mietern und Fachbetrieben
Ein normgerechtes Lüftungskonzept schafft Planungssicherheit und zeigt, wie der notwendige Luftwechsel erreicht werden kann.
Die Lüftung zum Feuchteschutz ist die Mindestanforderung der DIN 1946-6. Sie stellt sicher, dass Feuchtigkeit aus dem Gebäude abgeführt wird, auch wenn Bewohner nicht aktiv die Fenster öffnen.
Das bedeutet: Der Feuchteschutz muss nutzerunabhängig funktionieren. Gerade in dichten Neubauten oder sanierten Gebäuden reicht gelegentliches Fensterlüften dafür häufig nicht aus
Fensterlüften kann Teil der Lüftungsstrategie sein, reicht nach DIN 1946-6 aber nicht immer aus. Entscheidend ist, ob der notwendige Luftwechsel rechnerisch nachgewiesen werden kann.
Besonders wichtig: Die Lüftung zum Feuchteschutz muss unabhängig vom Nutzerverhalten sichergestellt sein. Wenn das Gebäude zu dicht ist, können zusätzliche Maßnahmen notwendig werden, zum Beispiel Außenluftdurchlässe, Abluftsysteme oder eine kontrollierte Wohnraumlüftung.
Nein. Ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 bedeutet nicht automatisch, dass eine Lüftungsanlage erforderlich ist.
Das Konzept prüft zunächst, ob die natürliche Lüftung ausreicht. Erst wenn der notwendige Luftwechsel nicht erreicht wird, werden passende lüftungstechnische Maßnahmen empfohlen. Das kann eine einfache Lösung sein oder eine zentrale beziehungsweise dezentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.
Je nach Gebäude und Berechnung kommen verschiedene Lösungen für die Wohnraumlüftung nach DIN 1946-6 infrage.
Mögliche Maßnahmen sind:
- freie Lüftung über Fenster und Luftdurchlässe
- Außenluftdurchlässe
- Abluftanlagen
- dezentrale Lüftungsanlagen
- zentrale Lüftungsanlagen
- Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung
Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom Gebäudetyp, der Luftdichtheit, der Nutzung und den energetischen Anforderungen ab.
Ein Lüftungskonzept sollte von einer fachkundigen Person erstellt werden. Dazu gehören zum Beispiel Energieberater, TGA-Planer, Architekten, Ingenieure oder spezialisierte Fachbetriebe für Lüftungstechnik.
Wichtig ist, dass die Berechnung nach DIN 1946-6 erfolgt und alle relevanten Gebäudedaten korrekt berücksichtigt werden.
Für ein Lüftungskonzept nach DIN 1946-6 werden verschiedene Gebäudedaten benötigt.
Dazu zählen unter anderem:
- Wohnfläche und Raumaufteilung
- Anzahl der Wohneinheiten
- Gebäudetyp
- Luftdichtheit der Gebäudehülle
- Fensterflächen und Fensterart
- Dämmstandard Lage des Gebäudes
- geplante Sanierungsmaßnahmen
- Nutzung der Räume
Je genauer die Angaben sind, desto präziser kann das Lüftungskonzept erstellt werden.
Die Erstellung eines Lüftungskonzepts erfolgt in mehreren Schritten. Zuerst werden die relevanten Gebäudedaten aufgenommen. Danach wird berechnet, ob die natürliche Lüftung für den erforderlichen Luftwechsel ausreicht.
Wenn der Feuchteschutz nicht allein über die Gebäudehülle sichergestellt werden kann, werden geeignete lüftungstechnische Maßnahmen vorgeschlagen. Am Ende erhalten Sie einen normgerechten Nachweis, der dokumentiert, wie die Lüftung nach DIN 1946-6 sichergestellt wird.
Weiterführende Inhalte - Mehr wissen, besser lüften
Hier finden Sie die wichtigsten und häufigsten Fragen rund um das Thema Lüftungskonzept – kompakt, verständlich und praxisnah beantwortet.
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